Kätzin Ceta auf dem Weg ins Freie

 


Pils-Katzenwendeltreppe
... und Treppensteigen wird zum Katzenspiel!


So hat alles angefangen

Im Wonnemonat Mai im Jahre 2002 saßen meine Frau und ich draußen vor dem Haus. Nachbarskinder kamen vorbei und fragten, ob wir nicht ein kleines Waisenkätzchen bei uns aufnehmen wollten. Sie setzten das kleine Wollkneuel meiner Frau direkt auf den Schoß - und sie verliebte sich sofort in das kleine “Ding”. Wir waren uns damals sicher, unsere Zeit würde nicht ausreichen, um einem Haustier gerecht zu werden und lehnten deshalb etwas traurig ab. Das kleine Findelkind fand glücklicherweise ein paar Häuser weiter ein wunderbares Zuhause.

Da wir jedoch beide mit Haustieren groß geworden sind, ließ uns der Wunsch nach einem 4beinigen Mitbewohner nicht mehr wirklich los. Ein Hund kam nicht in Frage, da wir damals beide “außerhäusig” berufstätig waren und wir einen Hund nicht ganztägig zu Hause sich selbst überlassen wollten. Von Katzen wussten wir aus eigener Erfahrung aus der Kinderzeit, dass diese einen Großteil Ihres Lebens verschlafen und auch nicht mehrmals täglich Gassi geführt werden müssen.

Unser damals 3 Monate junges Katzenmädchen Ceta beim Spielen!So kam es, dass wir uns in mehreren Tierheimen nach unserem zukünftigen tierischen Mitbewohner umschauten und  uns  ernsthaft mit dem Gedanken auseinandersetzten, was es bedeutet, eine eigene Katze dauerhaft bei sich zu Hause aufzunehmen.

     Bei einem unserer Tierheimbesuche trafen wir dann auf unseren damals 1jährigen Kater Carlos. Schnell war auch klar: es sollte nicht bei einer Katze bleiben. So schauten wir uns weiter nach einer “Freundin” für Kater Carlos um. Recht schnell wurden wir in einem anderen Tierheim fündig, wo wir unser damals 3 Monate altes Katzenmädchen Ceta entdeckten. Als die beiden dann das erste Mal auf- einandertrafen, war es Katzenliebe auf den ersten Blick. Carlos legte sich sogleich zu Füßen Ceta’s und miaute betörend. Sie wich anfangs  nicht von seiner Seite, sondern kuschelte sich wann und wo sich die Gelegenheit bot an oder am liebsten auf Kater Carlos - er ließ es geduldig über sich ergehen.

Nun stellte sich uns plötzlich die Frage, wie lassen wir unsere Stubentiger aus dem Haus und wieder hinein, wenn wir uns in der 1. Etage aufhalten. Wir wollten weder den Kater noch die Kätzin im Winter zum Frieren vor der Haustüre verdonnern. Hatten aber auf der anderen Seite auch keine Lust, in stündlichem Turnus nach unten zu rennen und zu gucken, ob schon wieder jemand seinen Streifzug beendet hat und zurück ins Haus möchte. Und mit der Pfote bis zur Klingel, dafür sind die Katzenbeine dann doch etwas zu kurz geraten. Es entwickelte sich die Idee, eine Art Katzenleiter anzubringen und wir versuchten, im Fachhandel etwas Derartiges zu bekommen (im Jahr 2003). Leider ohne Erfolg. Also sahen wir uns gezwungen, selbst kreativ zu werden.
Eine konventionelle Leiter in Miniaturform schien uns ungeeignet, da diese in unserem Fall zu platzraubend gewesen wäre. So entstand die Idee, eine platzsparende Miniwendeltreppe zu entwerfen bzw. zu bauen - die Idee zur Katzenwendeltreppe war geboren und wurde alsbald in die Tat umgesetzt.

Schmunzelnd erinnern wir uns noch heute an den Jungferngang unserer Katzen: Carlos betrat von oben die erste Stufe, gab ein paar seltsame Laute von sich, schlich auf Zuruf ein kleines Stück tiefer zur nächsten Stufe, auf der er erst einmal eine Pause einlegte. Ihm war die Sache sichtlich nicht geheuer und er war auch durch süße Lockrufe aus dem Garten nicht dazu zu bewegen, weiterzugehen. So nahmen wir Carlos wieder von der oberen Stufe herunter, gingen mit ihm in den Garten und setzten ihn von dort aus auf die Treppe, etwa auf mittlerer Höhe. So musste er sich, wollte er wieder festen Boden unter den Tatzen haben, entweder nach oben zurück ins Haus oder aber nach unten zu uns in den Garten bewegen. Dies tat er dann auch, neugierig und ganz bedächtig. Unsere Tigerin hingegen wusste sofort, was zu tun war. Sie lief vom ersten Augenblick an die Treppe rauf und runter, als hätte es immer schon Katzenwendeltreppen auf der Welt gegeben. Der damals spontane Ausspruch “Eins zu Null für die Frauen” ist inzwischen jedoch Schnee von gestern, denn auch Carlos ist schon lange ein begeisterter Benutzer der Pils-Katzenwendeltreppe geworden!

Zum Schluss:
Als wir im ersten Jahr im Sommer im Garten saßen und die Katzen beim “Auf- und Abstieg” der Katzenwendeltreppe beobachteten, kamen wir zu dem Ergebnis, dass die Katzenwendeltreppe eine wirkliche Bereicherung für Katze und Katzenliebhaber ist.
Wir dachten, dass müssen wir auch anderen zuteil werden lassen!

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